Bettagsgottesdienst September 2022

Bettag Pfrn. Heggli (Foto: Kurt Geisseler)

Am diesjährigen ökumenischen Gottesdienst zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag lud die Katholische Kirche St. Martin als Gastgeberin ein. Die Feier wurde gestaltet von Samuel und Ana Behloul, Katholische Kirchgemeinde Entfelden, Noemi Heggli, Reformierte Kirchgemeinde Oberentfelden, Res Tanner, Reformierte Kirchgemeinde Unterentfelden und Michael Aziz, Syrisch-Orthodoxe Gemeinde.
Luzia Jäger,
Die Einladung war breit gestreut worden und eine grosse Schar füllte den Kirchenraum St. Martin. Wie schön, konnte der Festtag in diesem grossen Kreis gefeiert werden! Die zahlreich erschienenen Kinder machten sich nach der Begrüssung durch Samuel Behloul, und nachdem sie während dem ersten Lied die Kerzen in der Sandschale angezündet haben, mit ihren Katechetinnen Angela Farano, Pascale Lenzin, Pina Mele und Raffaela Santoro zu einer separaten Feier im Untergeschoss auf, um dann zum Vaterunser mit vielen gebastelten Schweizer Fähnchen wieder zu der Gemeinde zurückzukehren.

Für Noemi Heggli war es nicht der erste Anlass in Entfelden, aber der erste Auftritt in der Kirche St. Martin. Erst im September hat sie das Pfarramt in der Reformierten Kirchgemeinde Oberentfelden angetreten, schön, gab sie uns in der Predigt die Möglichkeit, sie etwas näher kennenzulernen.

In der Lesung des Lukas-Evangelium, Kap. 17, Vers 11-19, wird von den zehn Aussätzigen berichtet, die von Jesus geheilt werden. Nur ein Einziger von ihnen kehrt zu Jesus zurück, um ihm zu danken. In ihrer Predigt führte uns Noemi Heggli alsdann über das Zitat von Wilhelm Busch «Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge» an die Bedeutung der Dankbarkeit heran. Sie stellt die Frage, warum das Gefühl der Sehnsucht uns immer stärker dominiert als das Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit hält meist nur kurz an – sogleich kommt uns ein neuer Wunsch, eine neue Sehnsucht in den Sinn. Noemi Heggli sprach über die Wichtigkeit der Dankbarkeit und wandelt zum Schluss das Zitat Buschs wie folgt ab: «Ein jeder Dank, wenn er ergeht, kriegt augenblicklich Junge.» Der Glaube fängt bei der Hoffnung und der Bitte an, bleibt aber klein, wenn die Dankbarkeit nicht dazukommt. So endet die Predigt mit einigen Augenblicken der Stille, die den Gottesdienstbesuchenden die Möglichkeit gibt, innerlich für alles zu danken, was gut ist in ihrem Leben – und auch für das, was uns vielleicht gerade nicht so gefällt.

Die Schülerinnen und Schüler von Ana Behloul haben in ihren Fürbitten den Gedanken der Dankbarkeit aufgenommen und ihn auch bildlich dargestellt.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte durch den Kirchenchor St. Martin, der erstmals unter der Leitung von Lukas Sehr auftrat.

Das Angebot des Apéros im Nachgang zum Gottesdienst wurde äusserst rege genutzt – vielleicht konnten ob des Ansturms nicht alle Bäuche restlos gefüllt werden. Umso schöner war es, dass alle Speisen sehr geschätzt wurden, und gerade auch die syrischen Spezialitäten wie auch die Kuchenspenden sehr begehrt waren. Viele nutzten die Zeit für einen persönlichen Austausch, es fanden rege Gespräche und schöne Begegnungen statt – eine gute Gelegenheit, sich in Dankbarkeit zu üben! Ein besonderes Dankeschön geht an die Kirche St. Martin für die Gastfreundschaft und an alle Helferinnen und Helfer, die vor, während und nach dem Anlass für einen reibungslosen Ablauf besorgt waren.
Bettag 2022
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Fotograf/-in Kurt Geisseler
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Bereitgestellt: 22.09.2022     Besuche: 13 Monat
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