11vor11-Gottesdienst vom 15. Mai 2022 «Eisheilige»

11v11 22 05 Eisheilige (Foto: Andreas Wahlen)

Was hat es mit den berüchtigten Eisheiligen im Mai auf sich (die dieses Jahr nicht stattfinden…)? Wie können wir verhindern, dass wir selber „Eisheilige“ werden? Dies war die Fragestellung im 11vor11-Gottesdienst am 15. Mai, dem Tag der „kalten Sophie“
Martin Lex,
Bei den Celebrations am Anfang des Gottesdienstes besteht die Gelegenheit, mit der Gemeinde er-freuliche Erlebnisse aus der vergangenen Woche zu teilen. Anschliessend ist seit über zwei Jahren wieder mal eine „Tauf-Apfelernte“. Wir denken an die Kinder, die in den Jahren 2019/20 getauft wurden. Die können die bunt verzierten Äpfel, die an die die Taufe erinnern, vom Taufbaum abholen.
Das Theater spielt drei Szenen aus der Heidi-Geschichte. Der Alpöhi zuerst eiskalt wie ein „Eisheiliger“ stocksauer auf Peters Mutter und dann ein sanfter veränderter Grossvater, der sich liebevoll ums Heidi kümmert.
Die Gemeinde liest Psalm 98 er handelt von der Treue Gottes zum Volk. Der Sänger fordert die Leute auf, zu singen, ein Musikinstrument anzustimmen und zu jauchzen.
Die Predigt nimmt Bezug auf die Eisheiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Die Perso-nen starben im 4. Jahrhundert als Märtyrer wegen ihres Glaubens. Viele heutige Menschen leben eher wie „Eisheilige“, mit eiskaltem Blick und steinernen Herzen. Aber: Eine christliche Gemeinde braucht nicht Eisheilige, sondern Warmherzige!
1. Eisheilige unter Christen: auch da gibt es Leute mit frommen Gebärden aber eiskalten Herzen. 1Joh 3,11-18 weist darauf hin, in der Gemeinde soll Liebe geübt und nicht das Böse Platz haben. Wer dem Hass Raum gibt, verliert Gottes Liebe.
2. Medizin gegen die Krankheit der Eisheiligen: 1Joh 3,11-12 … „einander lieben…“ Die Liebe be-wahrt uns vor eiskalter Miene – macht das Leben lebenswert.
1Joh 3.26: „Christus gab sein Leben für uns dahin…" – das ist grenzenlose Liebe. Das soll uns ermun-tern, Menschen auch zu lieben. Unser Leben soll von der Liebe bestimmt sein.
Mk 12,29-31: „Das wichtigste Gebot ist, du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen…liebe deinen Mitmenschen, wie dich selbst.“ Da schmilzt jedes Eis.
3. Praxis 1Joh 3,18: „Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.» Liebe braucht unsere Hände und Füsse. Liebe befähigt uns zu sehen, wo unsere Mitmenschen in Not sind. Gott will, dass wir keine Eisheiligen sind, sondern Menschen, die anpacken und auch den Geldbeutel öffnen.
Nach dem Gottesdienst traf man sich draussen unter der schattigen Hängebuche bei Älplermagronen mit Apfelmus und Salat – und zum Dessert gab es „Eisheilige“ in Form von Glacé-Cornets…
Fragen zum Nachdenken:
• Wann bist Du eher ein/e „Eisheilige/r“?
• Wer könnte Deine Warmherzigkeit benötigen?
• Wo kannst Du Begabungen bei Menschen in Not einsetzen. Was hindert Dich daran?
Bereitgestellt: 22.05.2022     Besuche: 3 heute, 62 Monat
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