Rückblick auf den «Suppentopf 2022»

Oekumene-Entfelden_h (Foto: Doris Haldimann)

Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause konnten wir am 20. März den «Ökumenischen Gottesdienst mit Entfelder Suppentopf» endlich wieder miteinander feiern.
Ann Krauss,
Im Familiengottesdienst waren wir geschätzt um die 120 Personen, inklusive des Kinderchors «Sinai». Unter der Leitung von Nicole Girod riefen die Kinder mit ihren Liedern und ihrer Freude uns die Grösse Gottes ins Bewusstsein. Entsprechend der ökumenischen Kampagne wurden Themen rund um Klimagerechtigkeit und Energiehaushalt angesprochen. Wir schauten auf den Umgang mit Medien und Ressourcen. Noch während Pfarreileiter Samuel Behloul das Thema umriss, gingen in der Kirche sowohl Ton als auch das Licht aus. Ein eindrücklicher Moment: Praktisch umgesetzt, wofür uns die diesjährige Fastenaktion sensibilisieren will.

Eine weitere Vertiefung in dieses Thema nahm Pfarrer Christian Bieri in der Predigt vor. Ihn interessierte, wer bereits vor dem Gottesdienst online unterwegs war. Die aufgestreckten Hände liessen uns schmunzeln und machten zugleich nachdenklich. Dass Jesus sich während seines Wirkens regelmässig in die Einsamkeit zurückzog, um zu seinem Vater zu beten, darf auch für uns zu einem Fingerzeig werden. Dieses Beten in der Stille liess Jesus auftanken. An uns gehen die Fragen: Was hilft uns persönlich dabei, neue Kräfte zu tanken? Wo verlieren wir Kraft und Energie? Sind wir bereit, das eigene Verhältnis von Online- und Offlinemodus zu hinterfragen?

Vorbereitend auf diesen Gottesdienst machten sich die Fünftklässler Gedanken zur Klimagerechtigkeit. In den Fürbitten brachten sie vor Gott, was sie beschäftigt. Ebenfalls mit in die Fürbitten eingebunden waren unsere Gedanken und Gebete für die vom Krieg gebeutelten Menschen in der Ukraine. Gott möge uns zeigen, wo wir helfen können.

Dass wir anschliessend tatsächlich miteinander bei einer Suppe den Austausch und die Gemeinschaft pflegen durften, war keine Selbstverständlichkeit und hat das Vorbereitungsteam herausgefordert. Mit Blick auf die aktuell schweizweit hohen Covid-Infektionen waren unsere Sichtweisen kontrovers. Wir danken deshalb an dieser Stelle allen, die durch das Tragen einer Maske mitgeholfen haben, verantwortlich mit der Situation umzugehen.

Die Kollekte des Gottesdienstes und der Erlös aus den Spenden beim Essen gehen an ein
ökumenisches Projekt in der demokratischen Republik Kongo. Das Projekt heisst «Entwicklung durch verantwortungsbewussten Rohstoffabbau». Dass wir hier bei uns Kobalt und Nickel in den Batterien unserer Elektrofahrzeuge haben, dafür bezahlen die Menschen vor Ort im Kongo einen zu hohen Preis. Ihre Gewässer, ihre Felder und Böden werden beim Abbau vergiftet. Viele von ihnen verlieren ihre Lebensgrundlage. Das von uns unterstützte Projekt stärkt diesen Menschen den Rücken. Sie erhalten Schulungen zu Menschenrechten, zum Bergbaugesetz und zu Pflichten der Rohstofffirmen. So lernen sie, ihre Rechte gegenüber Konzernen und Behörden einzufordern. Ein wichtiges Projekt. Wir dürfen diese Menschen nicht vergessen.

Für alle, die noch etwas spenden möchten, hier die nötigen Angaben:
Fastenaktion, 6002 Luzern
PC-Konto 60-19191-7
LP Kongo
Projektnummer 134282
Bereitgestellt: 01.04.2022    
aktualisiert mit kirchenweb.ch