Rückblick Weltgebetstagsfeier

WGT 2022 (Foto: Ann Krauss)

„Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“ – von dieser Verheissung aus dem Brief des Jeremia fühlten sich die Frauen des Vorbereitungskomitees aus England, Wales und Nordirland angesprochen, als sie die diesjährige Liturgie gestalteten. Zu unserer Freude waren wir alles in allem um die 50 Personen, die diesen Gottesdienst miteinander feierten.
Ann Krauss,
Als besondere Akteurin hatten wir Joyce Wilson mit im Vorbereitungsteam. Mit ihrem sympathischen, unverkennbaren „English-Akzent“ erzählte sie uns zu schönen Bildern einiges aus ihrer Heimat, was über die Informationen aus dem Liturgieheft hinausging. Im späteren Verlauf der Feier bekamen zudem drei Frauen aus den Ursprungsländern eine Stimme. Stellvertretend für das Leiden von Betroffenen erfuhren wir etwas über das Ausmass an Armut, Ausgrenzung und Missbrauch. Dadurch wurde uns die grosse Not von so vielen Menschen aus diesen drei Ländern bewusst.

Als die Frauen des Vorbereitungskomitees die Liturgie ausarbeiteten, taten sie es mit Blick auf die Situation in ihren Ländern. Sie konnten zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, was für eine tiefe Bedeutung die Verheissung unseres Gottes „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“ für die ganze Welt am Weltgebetstag 2022 haben würde.

Kaum jemand wird am 4. März in unserer Kirche gewesen sein, der oder die nicht erschüttert war von den Ereignissen der Tage davor: dem ausgebrochenen Krieg in der Ukraine. Bilder und Berichte, die uns erreichten, über das unermessliche Elend, dem in diesen Tagen so viele Menschen ausgesetzt sind.

Aufgrund der bedrohlichen Lage schlossen wir alle unter diesem Krieg Leidenden in die Liturgie mit ein. Die Situation in der Ukraine bekam sogar einen eigenen Platz bei unserem Abendmahlstisch mit einem kleinen Tisch, der Peace Lily, der Pflanze vom Titelbild, und einer weissen Friedenskerze.

Im Verlauf der Feier hatten wir Gelegenheit, vor unseren Herrn zu bringen, was uns auf dem Herzen lag. Wir verbanden uns darin mit den Menschen auf der ganzen Welt und darin, dass unsere Hoffnung und auch unsere Zuversicht bei Gott sind. Um dieser Hoffnung symbolisch einen Ausdruck zu geben, bekamen an der Feier alle eine kleine Tüte mit Samen. Hoffnungssamen. Die Samen in unseren Händen standen für unsere Hoffnungen mit Blick auf die Leidenden in den drei Liturgieländern, die unter dem Krieg Leidenden und für uns selbst. Auch wir sind manchmal angefragt, im eigenen Leben Hoffnungssamen auszusäen, zu einem Hoffnungslicht für andere zu werden. Alle waren daraufhin eingeladen, ihre „Samen der Hoffnung“ in ein mit Erde vorbereitetes Gefäss zu geben. Dort dürfen diese Samen keimen und zum Leben erwachen. So etwa ab Mai werden dann die Jungpflänzchen beim Kircheneingang in die Blumentröge gesetzt. Hier dürfen sie uns an unsere Hoffnungen an diesem Abend erinnern. Möge Gott unsere Hoffnungsgebete erhören!

Nach dem Gottesdienst waren alle eingeladen, den Abend bei „Tea & Scones“ ausklingen zu lassen. Ganz herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, diesen Anlass zu ermöglichen – und allen die mitfeierten.

weitere Infos siehe auch Webseite Weltgebetstag Schweiz
Bereitgestellt: 16.03.2022     Besuche: 25 Monat
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