INPUT 12, 24.5.2020 zu 5. Mose 33.26

IMG-20160202-WA0007<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>421</div><div class='bid' style='display:none;'>6361</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

UNSICHTBAR DU, DOCH DA! 5. Mose 33:26

Gnade seit mit euch und Friede von Gott, dem Vater
und unserem Herrn Jesus Christus. (1. Kor 1,3)

Aufgefahren in den Himmel.
Seine Himmelfahrt,
sein Weg nach oben,
ganz nach oben,
hin zu Gott.

Ein Weg für mich
und ein Weg für dich,
seit er uns diesen Weg
aus unserer Verlorenheit gezeigt hat.
Pfr. Peter Hediger,
Video dazu auf youtube

Es ist kein Gott wie der Gott Israels. Der im Himmel sitzt,
der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist.

5. Mose 33.26

Gottes Herrlichkeit ist in den Wolken. Jesus, der in den Himmel aufgenommen wurde, ist also zur Herrlichkeit Gottes zurückgekehrt.

Wir lesen in Apg. 1, 29-31: „Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen.“

Über die Wolken wollen wir heute miteinander nachdenken. Wolken sind für mich wie die Tarnkappe Gottes. Haben Sie sich auch schon vorgestellt, Sie hätten eine Tarnkappe? Sie wären anwesend, könnten alles sehen und hören, Sie könnten sogar ins Geschehen eingreifen - aber wären unsichtbar. Was für eine Verlockung! So ist auch Jesus nach Himmelfahrt: nahe anwesend, wirkend auch im Hintergrund, aber nicht für jedermann sichtbar. Höchstens spürbar, ahnbar.
Es gibt Zeiten im Leben, da fühlen wir uns verlassen. Wir fragen uns: wo ist Gott? Alles scheint sich in ungute Richtungen zu entwickeln. Ein Plan scheitert, eine Freundschaft geht auseinander, die finanziellen Möglichkeiten schrumpfen, gesundheitliche Probleme versetzen uns einen Schlag. Doch Gott ist da.
So verstehe ich die Verheissung, dass Jesus wiederkommen wird. Er war zuerst sichtbar, greifbar für alle, dann ist er in die Unsichtbarkeit der Wolken entschwunden. Aus dieser Unsichtbarkeit wird er auch wieder kommen - einmal, wenn diese Erden-Zeit zu Ende ist, aber auch schon auf dieser Welt. Aus dieser Verborgenheit wird er immer wieder kommen und uns klar machen: was dir unerklärlich schien, hat einen Sinn. Ich bin bei dir.
Doch die Wolken sind nicht nur Tarnkappe Gottes, nein, sie sind sein Gewand, sein Schmuck, sie lassen eine Ahnung aufkommen von dem, der über allem Gewölk thront.
„Seht das große Sonnenlicht, wie es durch die Wolken bricht; auch der Mond, der Sterne Pracht jauchzen Gott bei stiller Nacht.“ So singen wir im Lied 530, „Himmel, Erde, Luft und Meer“

In der Zeit der begrenzten Möglichkeiten ist der Spielraum für uns kleiner geworden. Man verzichtet auf grössere Reisen, die Ausflüge finden in der nähren Umgebung statt und das kann bald etwas monoton werden: wir kennen ja die nähere Umgebung unseres Dorfes. Umso mehr lohnt es sich, den Blick von der vertrauten Landschaft weg einmal nach oben zu werfen. Da ist nämlich ständig Veränderung!
Gott, der im stets veränderlichen Himmel wohnt, übertrifft auch immer auf neue Weise unsere Vorstellungen. Die halten der Wirklichkeitsprüfung nicht stand.

Dieser Gott führte sein Volk auch in seinem Wolkenkleid während der Zeit des Lockdowns Israels in der Wüste, 2. Moses 13: 21 Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, dass er den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. 22 Die Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersäule des Nachts.
Das Volk liess sich führen durch Moses, und durch die Wolke. Sie vertrauten, sie gehorchten. Das Wort gehorchen, ich weiss, ist bei uns nicht allzu hoch im Kurs. Aber bei Gott ist es kein Gehorchen aus reiner Unterordnung, sondern aus dem Vertrauen heraus: Er führt uns, er meint es gut. Israel erreichte sein Ziel, das gelobte Land. Wir Heutige werden auch das Ziel unseres Lebens erreichen unter Gottes Führung: dass Jesus kommen wird in einer Wollke, wie es die weiss gewandeten Männer sagten. Und dass wir ihm begegnen, immer wieder neu und wenn die Quarantäne unseres Lebens aufgehoben sein wird.
Amen

Gebet

Herr, unser Gott,
Dein Sohn ist an Auffahrt in den Himmel aufgenommen worden. Er kam zurück zu dir und ist nun an deiner Seite.
Die Jünger haben Jesu Aufstieg zum Himmel gesehen, voll Faszination, bis er verschwand.
Wir schauen hinauf, über uns. Auch uns fasziniert es immer wieder, den Himmel anzusehen. Wir finden zwar nicht Jesus dort, aber bekommen eine Ahnung, dass du sie entstehen und vergehen lässt. Sie sind das sichtbare Gewand für dich, du unsichtbarer Gott.
Wir lassen unseren Blick wieder zurück auf unseren Weg schweifen. Wir erinnern uns: du hast Israel in der Wüste auch in einer Wolke den Weg gezeigt. Du wirst auch Wege finden, uns hier den Weg zu zeigen.
Wo wir unsicher sind: Gib du uns Sicherheit.
Wenn Angst uns packt: lass uns vertrauen.
Wenn eine Entscheidung schwerfällt: sei unser inneres Licht.
Amen

Kollekte: Medecins sans frontières
In Griechenland, der Schweiz, der Demokratische Republik Kongo, Burkina Faso, Syrien und vielen andern Länder, insgesamt 70, kämpfen diese Ärzte gegen: Covid-19, Schlangenbisse, Ebola, Cholera, Mangel-ernährung. Sie leisten chirurgische Arbeit und kümmern sich um die Mutter-Kind-Gesundheit. Impfen, Logistik und Beschaffung sind auch dringend nötige Aufgaben.
Ihre Zahlung bitte auf PC 50-13302-4, Vermerk: Kantonalkollekte vom 24. Mai.
Im Voraus besten Dank!

BEFIEHL du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.
Lied 680 / Paul Gerhardt

Segen
Die Gnade unsers HERRN Jesu Christi und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!
Amen.




Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und hoffen, dass es nicht nur mit der Pandemie,
sondern mit uns allen an Körper, Seele und Geist zum Besten kommt.
Bhüet eu Gott.



Bereitgestellt: 23.05.2020     Besuche: 16 Monat
aktualisiert mit kirchenweb.ch