Es geht uns etwas an – wir wollen etwas tun!

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Suppentopf – der Anlass, der seit vielen Jahren die Gemeinden der Katholischen und der Reformierten Kirchen Ober- und Unterentfelden in einer gemeinsamen Feier vereint. Zuallererst ein herzliches Dankeschön den vielen Besuchern beim Gottesdienst in der Katholischen Kirche Oberentfelden, beim anschliessenden Suppentopf für das Zusammensein und für die grosse finanzielle Unterstützung für das Projekt in Madagaskar. Ebenfalls ein grosses Danke an die Pfarrpersonen, an den Kinderchor Sinai mit ihrer Leiterin Nicole Girod, an die musikalische Begleitung und an die vielen jugendlichen und erwachsenen Helferinnen und Helfer. Eine Feier ist nur durch das Mitwirken von allen und durch die Gäste möglich.
Barbara Karli,
Musikalisch wurde der Gottesdienst eingeleitet durch ein Orgelspiel und umrahmt durch die frohen schönen Lieder des Kinderchors Sinai. Das Thema „Was geht mich das an? Da kann man sowieso nichts tun“, haben Gemeindeleiterin Hedy Bugmann, Vikar Markus Opitz und Pfarrer Christian Bieri anhand des Gleichnisses von der bittenden Witwe aus Lukas 18 eindrucksvoll erläutert. Erzählt wird die Geschichte einer Witwe, deren Mann bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen ist. In der Folge ohne Einkünfte, mit ihren Kindern auf sich allein gestellt, lässt die Frau nicht locker, obwohl ihr von allen gesagt wird, dass ihr Kampf aussichtslos sei. Sie fordert ihr Recht ein, das ihr vorerst nur aufgrund ihres Geschlechts verweigert wird. Ohne die Hilfe von anderen Frauen, die ihr wenigstens etwas Essen zusteckten, wäre es wohl nicht gelungen. Schliesslich aber hat ihre Hartnäckigkeit zum Erfolg geführt.

Und was geht das nun uns an? Als Brüder und Schwestern in Jesus Christus geht uns das Leid und das Unrecht, welches Menschen in unserer Nähe und auch in der Ferne erfahren, etwas an. Das Gute ist: Wir können auch etwas tun! Ausgezeichnet wie das zur Kampagne passt, für welche die Kollekte und der Erlös aus dem Suppentopf vorgesehen sind. Die Kampagne unterstützt Spargruppen in Madagaskar, die mit diesem Projekt einen Weg finden, um sich wirksam gegen Wucher zu wehren und schuldenfrei zu werden. Ein Ziel ist auch, die Frauen gleichberechtigt einzubinden. Ein respektabler Anteil der Netzwerkgruppen wird durch Frauen geführt. Die Erfolge sind sehr gut. Die Hilfe führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen.

Im Anschluss an die Geschichte verteilten Jugendliche symbolhafte „Bhaltis“ (Weinbeeren, eine Kartoffel und einen Forsythienzweig), deren Bedeutung Christian Bieri ausführte.

Das anschliessende Essen fand regen Anklang. Der Suppentopf war bereit und dampfte verführerisch. Fabian Dolder und Hanni Roth haben ganzen Einsatz geleistet, um aus Zutaten einen leckeren Suppenschmaus zu bereiten. Ein Kuchenbuffet stand bereit – so vielseitig und gross, dass man sich kaum entscheiden konnte und vielleicht auch ein Stück mehr nahm.

Barbara Karli, Kirchenpflegerin Ressort Ökumene und Mission
(Reformierte Kirchgemeinde Unterentfelden)
Autor: Doris Fuchs     Bereitgestellt: 03.04.2019     Besuche: 14 Monat
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