11vor11- Gottesdienst vom 29. November 2020 „Alleine feiern“

11v11 20 11 Alleine Titel (Foto: Andreas Wahlen)

Kann Weihnachten „unter Corona“ dieses Jahr überhaupt stattfinden? Gibt es eine Lockerung der Massnahmen oder eher einen Lockdown? Müssen wir vielleicht alleine feiern, ohne grosses Familienfest? Diese Fragen beschäftigen viele in diesen Tagen!
Martin Lex,
Wegen Corona singt anstelle der Band Sandra Schaad, begleitet von Hanspeter Dätwyler, mit wunderschöner Stimme Lieder aus dem 11vor11- und ihrem Repertoire, wie z.B. Amazing grace.

Das Theater handelt von einer verbitterten alten Frau, die hohe Ansprüche an ihr Umfeld stellt. Sie merkt nicht, wie egoistisch sie wirkt. Doch dann hat sie ein Aha-Erlebnis und merkt, dass der Ball bei ihr ist, auf andere zuzugehen, statt nur zu erwarten, dass jemand kommt…

Zum Einstieg liest die Gemeinde Jesaia 9,1-6, die Ankündigung von Jesu Geburt, die ca. 700 Jahre später in Erfüllung ging. Die Predigt ist in drei Teile aufgeteilt:
1. Einsamkeit
Die Vereinsamung von Menschen ist seit Jahren zu beobachten. Die Social-Media helfen wenig, die behördlich angeordneten Corona-Massnahmen auszugleichen.
Wichtig bleiben das persönliche Gespräch, das Zusammensein in Kleingruppen. Die Kirch-gemeinden bieten da gute Gelegenheit.
Der Glaube an den dreieinigen Gott hilft über das Alleinsein. Jesaja 41.10: «Fürchte dich nicht, ich bin bei dir…« und Jesus in Matth 28,10: «Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.»
2. Weihnachten im Lockdown?
Der Vergleich von heute mit der damaligen Situation zeigt: Maria und Josef mussten der behördlichen Anordnung, sich eintragen zu lassen, Folge leisten, sie fanden keine Unterkunft. Sie waren in einer Stresssituation. Heute, bedingt durch die Lockdown-Drohung, könnte Weihnachten vom Erleben her auch unter Druck geraten und die Menschen in ihren Weihnachts-Gewohnheiten einengen.
Jesu Ankunft in eine schwierige Zeit spricht uns somit in der heutigen Zeit sehr konkret an.
3. Weihnachten 2020
Vielleicht wird diese Unsicherheit und spürbare Angst der Menschen zur Chance, sich dem wirklichen Geschehen zuzuwenden und die Botschaft von Jesu Geburt zu verinnerlichen.
Advent heisst, dass Hoffnung, Trost und Mut zum Greifen nahe sind.
Jesaja 8,23; 9,1.5: «Die Zeit der Finsternis und Hoffnungslosigkeit wird ein Ende haben. – Das Volk, das im Finsteren lebt, sieht ein grosses Licht, hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. – Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen.»
Jesus als Retter wird die Antwort sein auf unsere Nöte, Ängste und Fragen – unsere Hoffnung in trostlosen verzweifelten, einsamen Situationen.
Gehen Sie, wenn Sie allein sind, auf andere zu, laden sie jemanden zum Essen ein, über-bringen sie dem Nachbarn eine Aufmerksamkeit.
Weihnachten 2020 heisst also: Jesus ist da, auch wenn es anders wird mit dem Feiern; er möchte uns begegnen und neue Lebensfreude schenken. Jesus sagt in Joh 8,12: «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.»

Bereitgestellt: 29.11.2020     Besuche: 12 Monat  
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