11vor11-Gottesdienst vom 29. Oktober 2017 „Alles in Luther“

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Die Reformation bedeutet Revolution mit Nachhaltigkeit. In gesellschaftlicher und christlicher Sicht. Auch der Buchdruck, der unter anderem die Verbreitung der Bibel ermöglichte, hat sich zum Nutzen der Menschen entwickelt. Nachdenklich erkennen wir heute eine neue Realität – trotz Reformation ist das christliche Abendland mit einer schleichenden Säkularisierung und Bedrängnis durch gesellschaftliche Veränderungen konfrontiert.

Von Martin Lex, martin.lex@ref-oe.ch

Das Anspiel stellt eine Szene dar, die das Althergebrachte verteidigt. Wir beginnen nichts Neues mehr…
Die 95 Thesen, die Luther in Wittenberg nach Überlieferung an die Türe heftete, stehen für den Start einer Spaltung der damaligen Kirche. Luther wollte das nicht, aber weil er exkommuniziert wurde, blieb ihm nichts anderes übrig als eine neue Kirche zu gründen. Seine Thesen weisen auf wichtige Aussagen der Bibel hin, die von der Kirche sträflich unterschlagen wurden.
In der Predigt ging Pfr. Andreas Wahlen auf die vier „Reformatorischen Prinzipien“ ein:
1 Sola scriptura – nur die Bibel allein soll die Basis für den Inhalt der Verkündigung bleiben. 2.Tim 3,16: „Die ganze heilige Schrift ist von Gottes Geist eingegeben. Sie lehrt uns die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen…“ Die Bibel reicht als Massstab und Grundlage des christlichen Glaubens.
2 Sola gratia – nur durch Gnade werden wir gerecht gesprochen. Röm 3,24: „Ganz unverdient, aus reiner Gnade, lässt Gott uns vor seinem Urteil als gerecht bestehen – aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.“
3 Sola fide – nur durch Glauben werden wir gerettet. Röm 3,28: „Allein aufgrund des Glaubens nimmt Gott Menschen an und lässt sie vor seinem Urteil als gerecht bestehen. Er fragt nicht nach Leistungen, wie das Gesetz (des Alten Testamentes) sie fordern.“
4 Solus Christus – nur Christus allein. Joh 14.6: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht.“ Es braucht keine weiteren Heilsvermittler.
Was bedeutet die Reformation (Erneuerung) im 21. Jahrhundert? Die äussere Form, die Art und Weise, wie das Evangelium verkündet wird, muss immer wieder der Zeit angepasst (re-formiert) werden. Der Inhalt des Glaubens, wie in der Bibel festgeschrieben, wird sich nicht ändern! Der Glaube muss immer wieder an der Bibel orientiert werden.
Zum Leben nach dem Vorbild der ersten Christen gehört die Gemeinschaft mit anderen Christen. Das Hören auf Gottes Wort, das Singen von Lobliedern, gemeinsames Zusammensein bei Gesprächen, Feiern, Essen und Trinken. Die Menschen sollen erkennen, dass christliches Leben eine fröhliche, alltägliche Sache bleibt – es gehört zum Besten, was es gibt auf Erden.

Dokumente:
 

publiziert am 13.11.2017



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